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Ronny’s Philosofa – Part II

10 Jul

PokerwürfelWas mir an unserer Gruppe immer be- sonders auffällt ist die Freude an absoluter Action und oftmals auch Krawall. Das letzte Abenteuer fing mysteriös und unheimlich an und ich fand, dass die Jungs nicht richtig ins Spiel gekommen waren. Das hatte aber verschiedene Gründe (draussen noch hell, vor der Gruselsituation rumgefeixt, etc.)  Gerade vor den Spielrunden ist es immer sehr schwierig, sich herunterzufahren. Ich hatte damals es gerne mal gemacht, dass fünf Minuten vor Spielbeginn ich ein passendes Lied einlegte und die Gruppe sich für diese fünf Minuten mit musikalischer Untermalung ein wenig in die Zeit reinversetzen sollte, damit die Atmosphäre zu Spielbeginn schon stimmt.

Es kommt natürlich auch immer auf die Leute an, die an der Spielrunde teilnehmen. Einigen fällt es leichter während andere sich gerne schnell ablenken (ich gehöre auch dazu) lassen. Eine Ansprache dazu klingt immer so streng, also kann man versuchen den Spielstart dementsprechend zu würzen.

Ich denke, dass es sich bei uns in einer schicken Kurve wiederspiegelt. Die aber verdammt groß auffällt. Wenn es Anfangs schon gleich in die Vollen geht (Saloonschlägerei zum Start, etc.), dann sind die Spieler wach und heiss auf die nächste Situation. Was für mich absolut tödlich ankommt, sind die Wanderungen durch Wildnis. Es gab da in einem anderem P&P Spiel genau diese Situation:

Leiter: „Gut, ihr lauft durch den Wald! Der Wald sieht (blaaaa) aus! Was macht ihr?“
Spieler1: „Ich laufe…“
Spieler2: „Ich folge…“
Spieler3: „Ich auch…“

Nach fünf Minuten:

Leiter: „Ihr seid immer noch im Wald, was macht ihr?“
Spieler1: „Ich laufe…“
Spieler2: „Ich folge…“
Spieler3: „Ich auch…“

Es ist nicht so, dass man unfähig ist Rollenspiel zu betreiben. Es ist einfach die Tatsache, dass man nicht jeden Kleinkram beschreiben möchte / muss. Ingame Gespräche fallen meist aus, weil man sich schon vorher alles gesagt hat.  Es kann auch an bestimmten Situationen die Uhr ruhig ein wenig schneller eingestellt werden und man spult bis zum Ende des Waldes bspw. vor, wenn eh nichts mehr passiert wäre. Wenn man allerdings durch solch Situationen sich runtergefahren hat, fällt es in meinen Augen auch schwer, die Kurve wieder zu bekommen.

Ich persönlich halte Horrorelemente erst gegen Ende des Abenteuers für sinnvoll. Der Grund liegt für mich einfach darin, dass die Gruppe durch intensive Aktionen und Situationen wie bspw. einen kleinen Überfall oder einen Minijob vor der eigentlichen Aufgabe des Abenteuers, erst tiefer in die Atmosphäre eintaucht, welches der Schlüssel für guten Horror ist. Bei Horror muss einfach alles stimmen, die Konzentration, die Musik, die Umgebung und so weiter. Das schönste Gefühl ist nach einem Abenteuer nicht die 0815 Aussage, dass es schön war.

Es ist bspw. die Aussage: „Kann mal wer Licht anmachen? Ich trau mich gerade nicht!“

Ronny

 
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Verfasst von - 10. Juli 2009 in Allgemein

 

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