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Necropolis 2350 – Ersteindruck

09 Okt

Sehr schön, das Buch ist heute gekommen und ich habe es gleich mal ein wenig überflogen. Was mir gleich als erstes bei diesem Setting auffällt ist, dass ich persönliche starke Synergien zwischen Systemen wie Shadowrun, Warhammer 40.ooo und typischen Zombie und Untoten RPG’s mit Endzeitstimmung erkenne. Aber genau das beeindruckt mich so sehr! Man hat die Kirche und ihre Ordensritter, die jegliche Gefahr abwenden wollen und in dicker Rüstung über das Schlachtfeld wandern. Dazu gibt es noch die Konzerngebiete und eine, so stelle ich sie mir jedenfalls vor, damit verbundene ähnliche SR Welt in dunkler und krimineller Atmosphäre.

Necropolis 2350Durch sämtliche Ausgeburten der Hölle, die natürlich nicht plump sind, hat man dadurch noch einen sehr angenehmen Horroreffekt, der das ganze Setting noch düsterer gestaltet. Das führt also dazu, dass man ein sehr schickes SciFi Setting bekommt, auch wenn die Schusswaffen der Ordensritter für die Zeit ein wenig altmodisch sind. Da bevorzuge ich doch dann das Lasergewehr als Flechetwaffen, die kleine Metallpfeil-Projektile verschiessen. Natürlich gibt es auch einen Haufen interessanter Nahkampfwaffen, die von einem altmodischen Schwert bis zum Molekular Pieker gehen. Monofilamentwaffen dürfen natürlich neben Laserwaffen auch nicht fehlen. Schwerpunkt sind größer angelegte Gefechte, sprich Kanonenfutter ist immer gerne gesehen und die Auswahl der Aufträge ist sehr breit gefächert. Von dem einfachen Gefecht an der Front, zum Infiltrationsauftrag und die Spionage bei verdächtigen Anhängern der Rephaim („die Toten“), bis zu einfacher Wetwork ist alles möglich. Vom Flammerwerfer-Ritter, über den Scharfschützen und dem reinen Nahkämpfer ist alles möglich. Auch wenn die Charakterwahl immer „nur“ innerhalb der Kirche fällt, ist es in meinen Augen trotzdem im Handumdrehen möglich Konzerneinheiten zu erschaffen oder eine reine Söldnertruppe, die für unterschiedliche Auftraggeber arbeitet. Es liegt natürlich immer im Ermessen des Leiters und in der Absprache der Gruppe, wie stark die religiöse Lebensweise der gespielten Ordensritter ausgelebt werden soll, von daher dürfte es auch hier keine Probleme geben.

Ich werde das Wochende auf jeden Fall nutzen, um weiter in der Materie einsteigen zu können, denn der Ersteindruck hat mich auf jeden Fall schwer überzeugt! Ein dickes Buch, welches sich aber unglaublich schnell und einfach lesen lässt, mit schicken Bildern und komplett in Farbe.

Daumen hoch!

 
11 Kommentare

Verfasst von - 9. Oktober 2009 in Pen and Paper Rollenspiel

 

11 Antworten zu “Necropolis 2350 – Ersteindruck

  1. Zornhau

    30. Oktober 2009 at 14:50

    Und wie sieht es inzwischen mit einem SPIEL-Eindruck von einer Necropolis-2350-Runde aus? Schon Gelegenheit gehabt, die letzte Kolonie der Menschheit gegen die Horden untoten Gezüchts zu verteidigen?

     
  2. Ronny

    2. November 2009 at 10:08

    Keine Ahnung? 😀 Ich war nicht auf der SPIEL…

     
  3. Zornhau

    2. November 2009 at 10:44

    Ich sehe. Meine Frage war mißverständlich. – Dann vielleicht klarer formuliert: Hast Du schon einen Eindruck aus dem aktiven MITSPIELEN in einer Necropolis-2350-SPIELRUNDE gewinnen können?

     
  4. Ronny

    2. November 2009 at 11:43

    Achsooooo… Sry, stehe ein wenig auf dem Schlauch! 😀

    Nein, aber am Wochenende wird es wahrscheinlich den ersten Eindruck geben, wenn auch mit veränderten Regeln für den Anfang. 🙂

     
  5. Zornhau

    2. November 2009 at 14:32

    Wieso mit „veränderten Regeln“? – Ich hatte NOCH NIE Probleme mit den Necropolis-Regeln. Wo seht Ihr da welche?

     
  6. Ronny

    2. November 2009 at 14:42

    Jetzt habe ich mich wohl mißverständlich ausgedrückt. Ich meinte damit, dass wir nicht die Kirche spielen wollen, sondern Söldner. Konzernsec’s oder ähnliches. Diese Kirchenchose ist zu sehr aufgedrückt für uns, da wir uns für die Kirche nicht interessieren. Natürlich stellt sich dann die Frage, warum ich mir das überhaupt besorgt habe. Ich habe mich da einfach ein wenig vertan. Jetzt, wo ich es habe, will ich aber das Beste draus machen. 🙂

     
  7. Zornhau

    2. November 2009 at 15:45

    Nun ja, die Konzern-Truppen sind ja ganz klar als die GEGNER aufgestellt – und zwar verglichen mit Engel sogar noch übler als dort die Schrottbarone.

    Necropolis NICHT mit Ordenskrieger-SCs zu spielen ist wie eine Curry-Wurst ohne Curry und ohne Wurst: es bleibt nur das Drumrum, aber das Fleisch ist weg.

    Ich kann nur empfehlen mal als ROLLENSPIELER an solch ein Setting heranzugehen. – Wenn man einen Blessed in Deadlands spielt oder einen Priester, Paladin, Geweihten in einem Fantasy-Rollenspiel, dann muß man als Spieler ja auch NICHT die Glaubensgrundsätze dieses fiktiven Charakters teilen. – So auch bei den Ordenskriegern in Necropolis.

    Also ICH erwarten von einem Rollenspieler, daß er eben alle möglichen Charaktere spielerisch darstellen kann.

    Bei Necropolis ist „die Kirchenchose“ eben NICHT „aufgedrückt“, sondern das IST DAS THEMA AN SICH! – Genauso könnte man bei Deadlands behaupten, die „Westernchose“ sei zu sehr „aufgedrückt“.

    Necropolis ist ein Setting, in welchem man NUR Ordenskrieger alS SCs spielt. – Keine Zivilisten, keine Untoten, keine Konzern-Knechte, keine Kultisten, keine , …

    Das ist schon von Anfang an klar dargelegt. Necropolis ist somit KEINE „Mogelpackung“.

    Warum gebt ihr nicht einfach in einem One-Shot mal mit einer Lanze aus gemischten Orden dem Setting eine Chance?

    Vielleicht auf einem Con, bei einem der Necropolis-Supporter?

    Ich bin nächstes Wochenende auf dem Teck-Con und die Woche drauf auf der Spiele-Messe in Stuttgart. Da seid ihr herzlich eingeladen statt die Weicheier-Tour der „Konzernsöldner“ mal was WIRKLICH HERAUSFORDERNDES als Ordensritter zu überstehen. – Und herausfordernd ist das Spielen eines Ordensritters auf so vielen Ebenen, daß man es tatsächlich als echte rollenspielerische Herausforderung annehmen kann.

     
  8. Ronny

    2. November 2009 at 21:17

    Zornhau, mir ist schon öfters deine teilweise erdrückende Meinung aufgefallen. Nimm es doch einfach so hin, dass wir das Setting so zocken, wie wir das wollen. Ich dachte immer, dass Savage Worlds dazu da ist. Der Vergleich mit dem Wilden Westen zählt in meinen Augen nicht, da Necropolis ja auch nicht in einer Kirche spielt. Die Welt und die Untoten machen für mich nach wie vor einen großen Anteil am Setting aus. Wenn ich bei Deadlands auch nur Prediger spielen könnte und für die Inquisition kämpfen müsste, würde ich das auch verneinen, aber nicht die Hintergrundatmosphäre; sprich der Wilde Westen. 🙂

    Der Wilde Westen ist eine Epoche, genauso wie die Zeit zu Necropolis 2350. NICHT der Schwerpunkt der Akteure (wie die Kirche), der vorgesetzt wird.

    Genau das von dir bezeichnete „Fleisch“ find ich einfach schlicht und ergreifend uninteressant, mich interessiert genau das „Drumrum“!

    🙂

     
  9. Zornhau

    2. November 2009 at 22:42

    Necropolis ist halt mein – mit Abstand – LIEBLINGS-Savage-Setting.

    Daher tut es mir schon etwas weh, wenn ich lese, daß Ihr diesem Setting KEINE CHANCE geben wollt zu zeigen, was das BESONDERE daran ist.

    Irgendwelche near-future High-Tech-Soldaten gegen Zombies ist eine schon OFT da gewesene und alles andere als auf Dauer(!) zu Spielen begeisternde Konstellation.

    Das Besondere kommt bei Necropolis durch die MORALISCHEN Konflikt-Ebenen. Und zu diesen gehört ganz klar, daß es eben NICHT nur gegen Untote geht, sondern daß ein (aktuell meist kalter) Krieg von Menschen untereinander der Hintergrund ist, vor dem die Untoten-Bedrohung als dritte Partei für sehr interessante politische und strategische Konstellationen sorgt.

    Aber vor allem, vor dem oberflächlichen „Zombies-Zerballern“, da sind es die Konflikte der Ordensritter, die ja als moralisch hoch stehende Elite die Doktrin einer Kirche mit Gewalt vertreten sollen, wo Befehle und Gehorsamsgelübde ständig mit menschlicher Empfindung, Mitgefühl und eigenen Werten kollidieren.

    DIES ist die Dimension der SPANNENDSTEN Konflikte bei Necropolis. – Woran glaubst Du? Glaubst Du alles, was man Dir sagt? Wie verhalten sich Deine Taten zu den Werten, in deren Namen Du sie begangen hast? – Wem kannst Du noch vertrauen? – Wer ist schlimmer? Die Rephaim oder Konzerne, die ihre Bevölkerung versklaven und dumm halten, oder eine Kirche die das eine predigt, aber das andere tut?

    Wo stehst DU im letzten Kampf ums Überleben der Menschheit?

    DAS ist das Thema von Necropolis. Und das ist NUR beim Spielen der mit moralischem Überlegenheitsanspruch auftretenden Ordensritter möglich. – Konzernsöldner sind amoralische nur am Geld und der Lust zu töten interessierte Schlächter. Hier GIBT es diese moralische, diese persönliche Konfliktebene NICHT. – Und deshalb sind sie auch vom Autoren von Necropolis als NSCs vorgesehen.

    Klar kann man JEDES Rollenspiel so total entgegen der erklärten Core-Stories und der dargelegten Thematik spielen. – Aber das hakt und ruckelt und paßt halt nicht. Da gibt es ANDERE Spiele, die GENAU DAS, eine Zombie-Baller-Orgie ohne Werte-Konflikte (und damit mit deutlich weniger Reibungsflächen für Charakterspiel!) bieten.

    Man KANN seine Suppe mit der Gabel essen, aber eine Gabel ist halt nicht dafür gedacht und auch nicht dafür GEEIGNET. – Wie eben Necropolis NICHT dafür gedacht ist, SCs aus einer der gegnerischen NSC-Fraktionen zu spielen. – Ein near-future High-Tech-ORDENSRITTER-Rollenspiel ist halt dafür gedacht Ordensritter zu spielen.

    Habt Ihr mal einen Blick auf „Strike Force 7“ oder „G.E.T. into Action“ geworfen? – Das sind militärische Rollenspielsettings im Eliteeinheiten-Bereich, bei denen man KEINERLEI religiöse Werte und Moralvorstellungen thematisiert. Kann ich nur empfehlen, wenn es Euch schwer fällt die Rolle eines Gläubigen zu spielen. Bei SF7 und GET bekommt man Militär-Action pur.

     
  10. Ronny

    3. November 2009 at 11:06

    Hast du das Setting geschrieben, oder warum bist du so erpicht, dass wir das nach deiner Vorstellung spielen?

    Ich kann dir aber auch sagen, warum wir nicht einfach nen anderes Game kaufen, wo wir das dann so spielen können. Wir treffen uns mittlerweile alle zwei bis drei Wochen und haben mit Sicherheit nicht die Zeit uns zwischendurch mit zig anderen Games zu beschäftigen. Jeder von uns hat mittlerweile soviel am Hacken, egal ob Job, Schule oder andere Zukunftsplanungen. Wir sind froh, dass wir mit SW ein RPG gefunden haben und uns darauf geeinigt haben. Es fehlt einfach die Zeit sich auf andere Sachen einzulassen, also „modden“ wir Necropolis so um, wie es uns passt und UNS gefallen könnte.

    Wir sind auch nicht scharf darauf unbedingt ein militärisches RPG zu zocken, wir wollen uns einfach Abends hinsetzen, den Alltagsstress abwerfen und das Beste aus dem Abend machen. Kannst du das denn gar nicht nachvollziehen? 😦

     
  11. Matt

    3. November 2009 at 20:50

    WORD!

     

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