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Roland Deschain

12 Apr

Stahlblaue Kanoniersaugen kneifen sich in der brütenden Hitze der Einöde konzentriert zusammen und blicken in die schwummerige Ferne. Ist das schon wieder nur Einbildung oder ist das endlich eine gottverfluchte Stadt da vorne, schießt es der Gestalt durch den Kopf. Sie sollte bald erfahren, dass es sich bei der verschwommenen Kontur am rötlichen Horizont um das Städtchen Redwington City handelt…

Den dunklen Hut tief in das sonnengebräunte Gesicht gezogen schlurft der hagere Reisende durch die gleißende Sonne gen Osten, doch seine Gedanken sind noch fern von dem Hier und Jetzt. Immer noch suchen ihn die Geister der einen Nacht heim, die Nacht die alles veränderte. Es wurde Blut vergossen und das nicht zu wenig, doch das störte den Wanderer nicht, schon öfters hatte er es zum fließen gebracht und selbst musste er auch den einen oder anderen Zoll zahlen. Der Grund, warum sich diese Nacht so in das Denken des Fremden schlich, war nicht nur das WAS passiert war sondern viel mehr das WIE… oder das WARUM? Wer weiß das schon. Etwas war an dieser Sache faul und das ist das Einzige was zählte, für ihn zumindest.

Mit einem bitteren Gesichtsausdruck in dem vom Wetter gegerbten Gesicht streicht sich der Fremde über das bärtige Kinn, wie um sich selbst aus seinen düsteren Gedanken zu wischen. „Gottverdammte scheiße, reiß dich zusammen Mann“, murmelt er mit trockener Stimme zu sich selbst und setzt weiter einen Fuß vor den anderen. Seine rissigen Cowboystiefel wirbeln kleine Sandstürme bei jedem schlurfenden Schritt auf, wie viele Schritte musste er wohl noch machen bis er endlich ankommen würde?

Den Rucksack hinter sich herschleifend, mit vor Dreck starrender Hose und schweißnassem Hemd schleppt sich die große Gestalt seiner Hoffnung entgegen, mit den Gedanken nur bei einem Krug voll Wasser. „Fehlen nur noch die Geier die krächzend hinter mir herhoppeln, wie heisere Karnickel die…bleib wach verdammt und lauf, zur Hölle noch mal, weiter!“ Murmelt wieder diese raue Stimme in die Stille der Hitze.

Als Roland seinen Fuß über die Grenze der Stadt schleift, ist diese um einen erschöpften Revolvermann reicher…

 
4 Kommentare

Verfasst von - 12. April 2010 in Allgemein

 

4 Antworten zu “Roland Deschain

  1. mrvn

    12. April 2010 at 20:50

    Sorry, aber für jemanden, der alle Teile des dunklen Turms mehrfach verschlungen hat, kann das ganze nur so anfangen:
    „Der Mann in schwarz floh durch die Wüste und der Revolvermann folgte ihm.“
    Lange Tage und angenehme Nächte, Sai.

     
  2. Ronny

    12. April 2010 at 20:50

    Schönes Intro, Marco!🙂

     
  3. Marco

    13. April 2010 at 17:20

    Genau daran wird der Char. auch angelehnt. Wer interesse an einem guten „Fantasy-Wild West“ Roman hat, der sollte sie die Reihe „Der dunkle Turm“ von Stephen King anschaffe, empfehlenswert! (Sry, für die Werbung^^)

     
  4. mrvn

    14. April 2010 at 15:52

    Aber niemals vergesse die riesigen Kanonen mit den Sandelholzgriffen!:mrgreen:

     

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